60% mit Brennstoffzelle




hier darf und soll gefachsimpelt werden

Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon addi » Di 27. Nov 2012, 01:34

Schwedenpeter hat geschrieben: Da das nicht funktionieren wird, kümmern wir uns um die Dinge die auch freundlicher Weise funktionieren.


Was das ehrgeizige LESA Projekt angeht ist dieser Standpunkt für mich klar nachvollziehbar. Aber bei der Idee einer WASSERSTOFFWIRTSCHAFT handelt es sich nun mal um ein Konzept welches definitiv "freundlicher Weise" funktionieren wird, denn es verletzt keinen Religionsgrundsatz der etablierten Physik (weder den 2. HS, das Entropiepostulat oder sonst was). Alle beteiligten Verfahren und Technologien sind bis auf eine Ausnahme, wo es noch einen Optimierungsbedarf gibt, ausgereift, ja sogar als Standardkomponenten der Chemieindustrie verfügbar.

Schwedenpeter hat geschrieben:Ich bereite zum Beispiel grad einen Vortrag über die Energieversorgung im postfossilen Zeitalter vor.


Bist Du da nicht der Meinung, dass dieses Konzept Deine geneigten Zuhörer vielleicht auch interessieren könnte? Es macht ja "nur" den Unterschied zwischen dem, was uns der ferngesteuerte Hosenanzug samt dem komischen neuen Umweltministerlakai zum Haushaltstrompreis von heute 30ct, morgen 50 oder bald 1 € / KWh verkaufen wollen oder einer Reise zurück in Richtung 10 ct /KWh. Oben drauf wären die Multimilliardeninvestitionen in umweltverschandelnde Höchstspannungstrassen entbehrlich. Sogar das ungelöste Energiespeicherbedarfsproblem über die Tageszeitdifferenzen zwischen Erzeugung und Nachfrage löst sich automatisch über eine flexible Bandbreite des H2 Drucks in den Übertragungsleitungen.

Schwedenpeter hat geschrieben:Zu einer lebenswerten Zukunft gehört nicht nur Energie, sondern auch Zeit, Verständnis und Nähe, die wir den Kindern geben.


...und Tagebaufolge (Mond) Landschaften, Endlager für radioaktive Abfälle für gesundes Trinkwasser...

Schwedenpeter hat geschrieben: Außerdem benötigen die Kinder Erwachsene die fest in der Realität stehen und die richtigen Antworten zu den Fragen geben können.


...z.B. auf die (sehr realistische) Frage, wie wir absehbare zukünftige Kriege um die letzten Tropfen Öl verhindern können! Ich denke eine bessere Antwort als die der Wasserstoffwirtschaft kannst auch Du mit Deinen halbherzigen Konzepten von Lobbyistengnaden einem Kind nicht geben.

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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon Schwedenpeter » Di 4. Dez 2012, 17:47

Addi, die Ideen von Tetzlaf sind leider genauso unhaltbar wie die von Schaeffler.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon addi » Sa 8. Dez 2012, 01:32

Schwedenpeter hat geschrieben:Addi, die Ideen von Tetzlaf sind leider genauso unhaltbar wie die von Schaeffler.


Warum?
Was soll an der Technologie nicht funktionieren? Ist es ein quantitatives Problem?

Gruß

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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon bluwi » So 9. Dez 2012, 00:25

addi hat geschrieben:Schweigen in diesem Forum ist auch eine Antwort auf meine Frage - wahrscheinleich eine positive!

Warum nur wird es immer dann ganz "still" bei all den Experten mit dem notwendigen Wissen, wenn tatsächlich mal ein nicht wegzudiskutierender Ansatz präsentiert wird, der geeignet ist unsere Welt konsequent zu verbessern?
Das ist wohl eine Fehleinschätzung Deinerseits. Jedenfalls was mich betrifft, so ist das Schweigen dadurch begründet, dass die Diskussion so wenig Substanz hat. Da sage ich nur was dazu, wenn mir sonst absolut langweilig ist, weil ich z. B. krank rumliege (so wie jetzt).

addi hat geschrieben:Warum?
Was soll an der Technologie nicht funktionieren? Ist es ein quantitatives Problem?
Ob an der Technik real irgendwas funktioniert, weiß ich nicht und offen gesagt ist mir selbst die langweilige Zeit noch zu schade, um mich mit solchen Fantasten intensiver auseinanderzusetzen. Wenn vertrauenswürdige Leute was dazu sagen, dann interessiert mich das brennend.

In jedem Fall ist das auch bei 100% Wirkungsgrad ein quantitatives Problem. bei 100% kommt ca. 3 mal soviel raus, wie bei heutigen Anlagen. Wenn wir von Abfall reden, dann ist es ziemlich egal, ob das 1 oder 3 Promille der Gesamtenergie ausmacht. Es ist schlicht surreal und nicht diskussionswürdig zu glauben, man könnte die heute benötigte Energie biologisch produzieren, ohne den Nahrungsmittelbereich massiv zu beeinflussen. Wir beeinflussen ihn heute schon massiv, obwohl gerade mal ca. 6% (glaube ich, bin da nicht ganz sicher) des STROMS mit Biomasse erzeugt wird. Wenn es mit 100% ginge, was ich nicht glaube, dann wären das halt 18%. Sicher nicht schlecht, aber weit von 100% weg und wir reden immernoch nur vom Strom. Und wir haben jetzt schon massivsten Einfluss auf die Nahrungsmittel

Irgendwas heftig wünschen und mit Fantasiezahlen zu unterlegen macht halt keine Realität.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon Schwedenpeter » Mo 10. Dez 2012, 17:38

Ein Hektar (10.000 m²) geteilt durch 8 ergibt 1250 kWp PV, diese würde 900 kWh pro kWp pro Jahr erzeugen. Macht 1.125.000 kWh Strom. Nehmen wir ein Drittel, da man zwischen den Modulen noch durcjfahren muss, Abschattung etc. Ergibt 375.000 kWh Strom. Ein kWp benötigt 8 m²

Pflanzen wir Biomasse ergeben sich 15t/ha im Jahr. Bei 4 kWh/kg sind das 60.000 kWh/ha und Jahr. Diese mit 20% verstromt ergeben 12.000 kWh. Wenn ich aus der Biomasse Wasserstoff mache und dabei einen phanastischen Wirkungsgrad von 60% annehme, habe ich 36.000 kWh, Nach der Brennstoffzelle bei 50% bleiben 30.000 kWh übrig. Von der Photovoltaik trennt mich ein Faktor größer 10! Der Wirkungsgrad einer Pflanze ist nun mal bloß im niedrigen %-Bereich zu suchen. PV liegt dabei weit über 10%

Tetzlaf ignoriert diese Fakten.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon bluwi » Mo 17. Dez 2012, 12:20

Winfried hat geschrieben:. . Na immerhin wurde gesagt, dass 75 % des Carnot-Wirkungsgrades erreicht wurde und das bei einer Kesseltemperatur von nur 97 Grad. Das ist immerhin Weltrekord . .
Ob Lesa die 75% Carnot wirklich erreicht hat, kann man angesichts der Tatsache, dass schon vor 4 Jahren "Carnot überschritten wurde", glauben oder es auch bleiben lassen, der Anspruch damit einen Weltrekord zu halten ist jedenfalls mal wieder eine typische Selbstüberschätzung, die die Realität einfach ignoriert. Wir haben heute Kraftwerke in Betrieb, die das jeden Tag und 24Std. am Tag machen.

Was kann Lesa wirklich :?: Angenommen die 75% würden stimmen, dann dürfte überschlägig gerechnet die Lesa - Maschine einen realen Wirkungsgrad zwischen 5 und 10% haben. Das mit einer Leistungsdichte, die, wenn man die alten "Produktionsdaten" bei geringerem Druck und geringerem Wirkungsgrad umgerechnet auf Serienkosten von mindestens 40.000 € pro kW Leistung käme. Toller Weltrekord. G&D - Anlagen fahren solche Wirkungsgrade im täglichen Leben mit Maschinen, die deutlich weniger als € 1.000 pro kW Leistung kosten, dafür aber extreme Temperaturen abkönnen, um einem maximalen absoluten Wirkungsgrad zu erzielen. Es ist keine große Kunst, mit Prozessen, die nur auf relativen Wirkungsgrad gezüchtet sind und dafür die absoluten Temoeraturen niedrig halten, hohe relative Werte zu erzielen.

Schwedenpeter hat geschrieben:Dann ist die Schmelzkarbonatbrennstoffzelle wieder im Rennen. Die Firma FuelCell Energy Solutions http://www.fces.de ist ins Rennen gestiegen. Anlagen bis 2,8 MW, elektrischer Wirkungsgrad 47%.
An der Stelle sollte man vielleicht erwähnen, dass G&D Anlagen die 60% Wirkungsgrad (absolut) bereits im Produktiven Betrieb erreichen bzw. überschreiten.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon Schwedenpeter » Do 10. Jan 2013, 18:01

Die G&D Anlagen erreichen 60%, aber nicht im kW Bereich, was für uns interessant ist.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon bluwi » So 13. Jan 2013, 12:19

Schwedenpeter hat geschrieben:Die G&D Anlagen erreichen 60%, aber nicht im kW Bereich, was für uns interessant ist.
Über Sinn und Unsinn einer Maschine, die bei Anschaffungskosten von € 30.000 eine Heizleistung von 1 kW hat, kann man sicher streiten, hier ging es aber um was ganz anderes.

Zum einen der "Weltrekord": Wenn ein Labormodel bei niedrigen Temperaturen 75% Carnot kann, ist das allenfalls Hobbygewerke.

Zum anderen "Deine" Schmelzkarbonatbrennstoffzelle: Da steht was von 2,8 MW und 47%, nix von 60%. Dabei will ich das ja nicht schlecht reden, aber ein Licht am Ende des Tunnels ist das auch nicht.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon Schwedenpeter » Mi 16. Jan 2013, 12:24

Die 60% werden von der SOFC erreicht. Bei Massenproduktion ist es denkbar dieses Gerät in vielen Haushalten zu wirtschaftlichen Preisen einzusetzen. Da der Strompreis ständig steigt, ist das schon bald der Fall. Der selbst produzierte (und verbrauchte) Strom unterliegt nicht der EEG Abgabe. Diese Abgabe liegt nur noch knapp unter dem Endkundenpreis für Strom in anderen Ländern. In ein paar Jahren wird dieser Posten die Eigenerzeugung mit Bz wirtschaftlicher machen.
Brennstoffzellen haben eben den Vorteil in kW Bereich für Einfamilienhäser interessant zu sein.
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Re: 60% mit Brennstoffzelle

Beitragvon bluwi » Fr 3. Mai 2013, 23:41

Schwedenpeter hat geschrieben:. . . Der selbst produzierte (und verbrauchte) Strom unterliegt nicht der EEG Abgabe. . . .
Nach aktueller Gesetzeslage ist das so. Aber wenn viele ihren Strom selber machen, wer soll dann noch die per Gesetz garantierten Umlagen zahlen? Aktuell sind das über 14 Milliarden pro Jahr, Tendenz steigend. Das muss irgendwo herkommen. Früher mussten KWK-Anlagen keine Umlage für eingespeisten Strom zahlen, heute schon. Was hindert den Gesetzgeber daran, dann auch den selbstverbrauchten Strom mit EEG-Umlage zu beaufschlagen? Oder das Gas entsprechend zu besteuern?
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