Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015




Hier soll und darf über LESA gemeldet und diskutiert werden

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Mo 12. Okt 2015, 21:57

superhaase hat geschrieben:Sorry, lieber Addi, aber Du hast ja die komplette Esoterik-Literatur verinnerlicht. :(
Zu den Verschwörungstheorien kommt also auch noch die ganze Bandbreite der pseudo-wissenschaftlichen Wunderphänomene (oder wie man das nennen mag) hinzu.
Zum Thema Antigravitation von Jewgeni Podkljednow: Es wird derzeit in der Physik davon ausgeangen, dass es keine Antigravitation gibt und sich Gravitationsfleder nicht abschirmen lassen. Es ist aber keineswegs so, dass das in der Wissenschaft als Tabu gilt.
Die Experimente von Podkljednow konnte noch niemand auf der Welt reproduzieren. Es hat sich alles nur als heiße Luft herausgestellt.
Im Gegenteil hat (wie auch im Wikipedia steht) die GÖDE-Stiftung sogar eine Million Euro für denjenigen ausgelobt, der ein reproduzierbares Experiment vorstellt, bei dem die Gravitation lediglich "beeinflusst" werden muss.
Wie man wieder einmal sieht, ist dieses ganze Gerede von der bösen dogmatische Wissenschaft mit der durch Tabus geschützten bösen "Lehrmeinung" völlig realitätsfremd.
Genau das Gegenteil ist richtig.


Wer genau soll versucht haben das zu reproduzieren? Stimmt das wirklich mit der Million von dieser "GÖDE Stiftung"?
Wenn Ja, dann wäre es sogar für mich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten wahrscheinlich sinnvoll und machbar zu versuchen mal die viel einfachere Kondensator - Variante nach Townsend Brown zu versuchen. Auch wenn ich da mit einem beispielsweise 10 Kg schweren Gerät ankomme, das nur reproduzierbar 1 Gramm leichter oder schwerer wird (was sicher nicht der große Durchbruch auf dem Weg zu den Sternen ist) beschenken die mich mit einer Million???
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 09:37

von Anzeige » Mo 12. Okt 2015, 21:57

Anzeige
 

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon superhaase » Di 13. Okt 2015, 07:41

addi hat geschrieben:Doch ich sehe darin schon einen erheblichen Vorteil. Einen Vorteil bei beim Anergie / Exergieverhältnis oder anders ausgedrückt: Wenn ein deutlich größerer Anteil der auf dem oberen Temperaturniveau reingesteckten Wärmeenergie nutzbar gemacht werden kann, so muß diese auf dem unteren Temperaturniveau auch nicht wieder raus.

Aber ich hab Dir doch erklärt, dass sich die Energiedifferenz zwischen Dampfzustand und Flüssigzustand des Mediums dadurch nicht ändert, und dadurch immer die komplette Verdampfungswärme abgeführt werden muss. Diese abzuführende Energiemenge verändert sich also dadurch nicht, und folglich kann auch keine zusätzliche Energie mechanisch entnommen werden. Du kannst auf diese Weise die abzuführende Verdampfungswärme nicht reduzieren. Letztendlich muss aller Dampf kondensiert werden. Daran kommst Du nicht vorbei. Ob Du nun die Verdampfunswärme des Wassers gleich direkt abführst, oder kurzfristig noch im Benzol zwischenspeicherst, spielt keine Rolle, da eben auch das Benzol letztendlich kondensiert werden muss und somit auch die zuvor vom Wasser aufgenommene Wärme wieder abgeben muss. Und dieses Abgeben kann eben nicht mittels mechanischer Energie geschehen, da beim Kondensieren der Druck und das Volumen des Mediums abnehmen. Es geht also nur über Kühlung - sprich Wärmesenke.


Schaeffer hat geschrieben:Der „zweite Hauptsatz“ sagt aus, dass man Energie eben nicht beliebig umwandeln kann, sondern dass bei jedem Umwandlungsprozess immer etwas Energie für den technischen Gebrauch verloren geht, die schließlich als Wärmeenergie an die Umgebungsluft abgegeben wird und nicht mehr in eine andere Energieform umgewandelt werden kann.

Danke für den Link.
Ohje, Schaeffer hat den 2. Hauptsatz ja völlig falsch verstanden.
Oder versucht er ihn mit dieser Flaschdarstellung leichter widerlegbar zu machen?

Hab jetzt grad keine Zeit mehr weiterzulesen, werde später nochmal auf das Schriftstück zurückkommen
superhaase
Administrator
 
Beiträge: 57
Registriert: Do 12. Mai 2011, 14:01

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Di 13. Okt 2015, 09:16

superhaase hat geschrieben:Aber ich hab Dir doch erklärt, dass sich die Energiedifferenz zwischen Dampfzustand und Flüssigzustand des Mediums dadurch nicht ändert, und dadurch immer die komplette Verdampfungswärme abgeführt werden muss. Diese abzuführende Energiemenge verändert sich also dadurch nicht, und folglich kann auch keine zusätzliche Energie mechanisch entnommen werden. Du kannst auf diese Weise die abzuführende Verdampfungswärme nicht reduzieren. Letztendlich muss aller Dampf kondensiert werden. Daran kommst Du nicht vorbei. Ob Du nun die Verdampfunswärme des Wassers gleich direkt abführst, oder kurzfristig noch im Benzol zwischenspeicherst, spielt keine Rolle, da eben auch das Benzol letztendlich kondensiert werden muss und somit auch die zuvor vom Wasser aufgenommene Wärme wieder abgeben muss. Und dieses Abgeben kann eben nicht mittels mechanischer Energie geschehen, da beim Kondensieren der Druck und das Volumen des Mediums abnehmen. Es geht also nur über Kühlung - sprich Wärmesenke.


Oh Mist, jetzt erst habe ich begriffen, was Du meinst. Das reduziert die Potentiale der LESA Maschine natürlich erheblich und ein "über Carnot" wird daher sicher unwahrscheinlich. Lediglich die Expansionsphase kann durch den Einsatz eines 2. Stoffes in einen niedrigeren Temperaturbereich verlängert werden und somit ser Wirkungsgrad gesteigert werden. Das kann man aber wahrscheinlich auch einfacher haben, in dem man einfach bis in den Unterdruckbereich hinein entspannt und somit auf ein T2 deutlich unter 100 Grad kommt (wird ja bei Wärmekraftwerken auch so gemacht).

Nur daraus ergibt sich gleich wieder eine Frage. Wasser ist der Stoff mit der höchsten Wärmekapazität. Ihr Ingenieure solltet doch sicher aufgerufen sein, Kreisprozessmedien zu finden, die eine möglichst geringe Verdunstungswärme benötigen, da diese ja den Wirkungsgrad negativ beeinflußt. Wasser sollt da sicher nicht der geeignetste Stoff sein?.
Schaeffer aber hingegen sagte mal, dass er mit seinem Prozess die nutzbare Energieausbeute aus der Verdampfungswärme bezieihen wollte, was er ja auch muss, da nach der Rückkompression ja keine Temperaturdifferenz mehr übrig bleibt?. Jetzt wird mir auch klar, was der Schaeffer mit seiner ganz speziellen Sprache gemeint hat, als er mal sagte: "der Stoff hat einen Buchhalter". Hier sind wir wieder an dem Punkt, wo Du weiter oben von "esoterischen Eigenschaften des Wassers" schreibst. Ich will nach wie vor nicht ausschließen, dass Kreisprozessmedien diese Eigenschaften aufweisen können. Nur dann wäre jetzt endlich mal Schaeffer am Zug, in dem er 10 Jahre und einige Millionen später endlich mal mit einem konkreten experimentellen Nachweis diese Theorien untermauert! Wie ich schon öfter geschrieben habe bleibt bis zu diesem Nachweis meine Geldbörse auch ganz fest verschlossen.
Schaeffer hat geschrieben:Der „zweite Hauptsatz“ sagt aus, dass man Energie eben nicht beliebig umwandeln kann, sondern dass bei jedem Umwandlungsprozess immer etwas Energie für den technischen Gebrauch verloren geht, die schließlich als Wärmeenergie an die Umgebungsluft abgegeben wird und nicht mehr in eine andere Energieform umgewandelt werden kann.
Danke für den Link.
Ohje, Schaeffer hat den 2. Hauptsatz ja völlig falsch verstanden.


Was soll daran Falsch sein???

MfG

Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 09:37

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Di 13. Okt 2015, 10:23

Nachtrag:

bevor hier gleich wieder gegenseitige Überbietungen bezüglich Schaeffers Unfähigkeit starten sei erwähnt, dass er das Problem wohl kannte. Seine Lösung sah folgendermassen aus:

1. Das Gemisch Wasser / Benzol liefert als Mischdampf bei der Expansion Arbeit.
2. Ab einem bestimmten Punkt kondensiert das Wasser aus und gibt seine Latentwärme komplett an das Benzol. Das flüssige Wasser wird später abgeschieden und zurück in den Kessel gepumpt.
3. Das Benzol VERBLEIBT in der gasförmigen Phase und wird in einem "günstigen Moment" des thermodynamischen Ungleichgewichts (oder so) mit sehr niedrigem Energieaufwand zurückkomprimiert.

Ich vermute, dass bei der aktuellen Maschine da ein geringfügiges "ankühlen" (oder so) erfolgen soll, damit der Wirkungsgrad trotz Kühlung und Rückkompression immer noch bei 60% oder mehr bleiben soll.

Addi

PS.: Bei der Sache mit der Pressluft bezog er sich auf eine identische Gasmasse vor und nach der Kompression (wirst Du aber noch im Dokument lesen können)
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 09:37

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon superhaase » Mi 14. Okt 2015, 08:13

Ich hab mich oben nicht ganz korrekt ausgedrückt. Wenn man Nassdampf mit hohem Druck hat, kann schon ein Teil der "Kondensationswärme" des Wassers, das vom Benzol aufgenommen wird, mech, Arbeit verrichten, und nur ein Teil davon wird mittels Kondensation ds Benzol dann abgeführt (Verdampfungswärme des Benzols ist ja geringer als die von Wasser). Das Problem dabei ist aber, dass man dann eben Nassdampf mit hohem Druck braucht. Soll heißen, das Dampfgemisch muss an der Kondensationsgrenze des Wassers noch einen hohen Druck haben. Und den kann man nur erhalten, wenn man den Dampf schon vor der Expansion kühlt, was natürlich wenig sinnvoll ist. Ansonsten hat der Nassdampf mitsamt dem Benzol an der Kondensationsgrenze von Wasser schon keinen Druck mehr, und das Benzol kann auch nach Aufnahme der Kondensationswärme des Wassers keine mech. Arbeit verrichten (das Wasser fallt ja auf ein 1000stel seines Volumens zusammen und der Druck im Kolben geht schlagartig in den Keller, was durch die Benzolerwärmung nicht ausgeglichen werden kann).

addi hat geschrieben:3. Das Benzol VERBLEIBT in der gasförmigen Phase und wird in einem "günstigen Moment" des thermodynamischen Ungleichgewichts (oder so) mit sehr niedrigem Energieaufwand zurückkomprimiert.

Das mit der "Rückkomprimierung" mit geringem Energieaufwand ist halt so eine utopische Vorstellung, die er schon in der Theorie nicht erklären kann. Azeotrope Gemische hin oder her, er kann ja nicht mal theoretisch z.B. mittels eines Dampf-Diagramms zeigen, wo und wie er da mit geringer Energie das Benzol komprimieren will. Das Benzol wird beim Komprimieren auf den Kesseldruck heiß und der zunehmende Gegendruck erforder viel mech. Arbeit. In Schaeffers Maschine, in der das Benzol durch die vom Wasser aufgenommene Kondensationswärme (oder Verdampfungswärme) auch noch ein überhitzter Benzoldampf ist, ist sogar mehr mech. Kompressionsarbeit erforderlich, als zuvor bei der Expansion frei geworden ist, und der Benzoldampf wird bei Erreichen des Kesseldrucks heisser sein als die Kesseltemperatur.
Das Problem mit Schaeffer ist, dass er leider immer nur die Hälfte der Fakten wahrnehmen möchte, und somit seine Theorien nur auf der halben Wahrheit aufbauen.
superhaase
Administrator
 
Beiträge: 57
Registriert: Do 12. Mai 2011, 14:01

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Mi 14. Okt 2015, 20:24

superhaase hat geschrieben:I.... Das Problem dabei ist aber, dass man dann eben Nassdampf mit hohem Druck braucht. Soll heißen, das Dampfgemisch muss an der Kondensationsgrenze des Wassers noch einen hohen Druck haben. Und den kann man nur erhalten, wenn man den Dampf schon vor der Expansion kühlt, was natürlich wenig sinnvoll ist. Ansonsten hat der Nassdampf mitsamt dem Benzol an der Kondensationsgrenze von Wasser schon keinen Druck mehr, und das Benzol kann auch nach Aufnahme der Kondensationswärme des Wassers keine mech. Arbeit verrichten (das Wasser fallt ja auf ein 1000stel seines Volumens zusammen und der Druck im Kolben geht schlagartig in den Keller, was durch die Benzolerwärmung nicht ausgeglichen werden kann).


Wenn das so den Tatsachen entspricht (speziell die Aussage, dass das fehlende Wasserdampfvolumen nicht einmal durch die "Benzolnachheizung" ausgeglichenn werden kann) ist die Idee damit leider tot. Schaeffer sieht den Sachverhalt hingegen ganz anders: (Zitat) "Die Kondensation von Wasser setzt enorm viel Wärme frei. Durch die extrem feine Verteilung des
Nebels wird diese Wärme nahezu augenblicklich an den Dampf übertragen. Der Mischdampf wird dadurch in idealer Weise während der Entspannungsphase nachgeheizt. So wird dem Temperatur‐ und Druckabfall entgegengewirkt und
die Arbeitsleistung steigt (die Kurve in Abb. 4 fällt flacher ab" Quelle: http://www.lesa-maschinen.de/cms/upload ... fahren.pdf

superhaase hat geschrieben:Das Benzol wird beim Komprimieren auf den Kesseldruck heiß und der zunehmende Gegendruck erforder viel mech. Arbeit. In Schaeffers Maschine, in der das Benzol durch die vom Wasser aufgenommene Kondensationswärme (oder Verdampfungswärme) auch noch ein überhitzter Benzoldampf ist, ist sogar mehr mech. Kompressionsarbeit erforderlich, als zuvor bei der Expansion frei geworden ist, und der Benzoldampf wird bei Erreichen des Kesseldrucks heisser sein als die Kesseltemperatur.
Das Problem mit Schaeffer ist, dass er leider immer nur die Hälfte der Fakten wahrnehmen möchte, und somit seine Theorien nur auf der halben Wahrheit aufbauen.


Wenn die "Ausbeute" also (wie oben von Dir beschrieben) schon nicht im gewünschten Umfang erfolgen kann ist es zweckfrei darüber zu diskutieren, ob da so viel mechanische Arbeit geleistet wird, das eine Überhizung des Benzoldampfs nun bei Beginn der Rückkompression vorliegt oder nicht. Für eine positive Energiebilanz sollte es dann so oder so nicht mehr reichen.

Danke für diese Hinweise.

MfG
Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 09:37

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon superhaase » Do 15. Okt 2015, 08:29

addi hat geschrieben:Wenn das so den Tatsachen entspricht (speziell die Aussage, dass das fehlende Wasserdampfvolumen nicht einmal durch die "Benzolnachheizung" ausgeglichenn werden kann) ist die Idee damit leider tot. Schaeffer sieht den Sachverhalt hingegen ganz anders: (Zitat) "Die Kondensation von Wasser setzt enorm viel Wärme frei. Durch die extrem feine Verteilung des Nebels wird diese Wärme nahezu augenblicklich an den Dampf übertragen. Der Mischdampf wird dadurch in idealer Weise während der Entspannungsphase nachgeheizt. So wird dem Temperatur‐ und Druckabfall entgegengewirkt und die Arbeitsleistung steigt (die Kurve in Abb. 4 fällt flacher ab" Quelle: http://www.lesa-maschinen.de/cms/upload ... fahren.pdf

Ich muss da etwas zurückrudern:
Die vom Wasser abgegebene Wärme am Nassdampfkondensationspunkt reicht theoretisch schon zu einer überkompensierenden Expansion des Gesamtvolumens an Benzol. Soll heißen, sie ist größer als die zur entsprechenden Expansion des Benzols nötige Wärmemenge (das kann man anhand der Wärmekapazität von Benzoldampf etc. nachrechnen).

Im Übrigen ist dieses "Nachheizen" nichts anderes als eine Zwischenüberhitzung, die man auch bei großen Wassserdampfkraftwerken anwendet.
Dieses Zwischenüberhitzen kann aber den Wirkungsgrad nicht über Carnot heben, das tut es auch bei Wasserdampkraftwerken nicht.

Leider kann man bei dieser Mischdampfexpansion durch den Nachheizeffekt nicht vermeiden, das Benzol am Ende des Zyklus zu kühlen. Wäre diese berüchtigte kühlungslose Rückkompression von Benzol ohne (oder mit "wenig") Kompressionsenergieaufwand möglich, könnte man das ja auch auf einen reinen Benzoldampfkreislauf anwenden. Es bräuchte folglich gar keinen Mischdampf, um ein kühlungsloses PM2 zu bauen. Das mit dem Mischdampf ist reine Ablenkung und dient zur Verwirrung bzw. Verschleierung der Zusammenhänge.

Vergleicht man bei einem vorgegebenen Expansionsverhältnis und gleicher Anfangstemperatur einmal reinen Benzoldampf und einmal mittels Wasserkondensation nachgeheizten Benzoldampf, dann hat man bei reinem Benzol am Ende der Expansion im Idealfall einen Benzolnassdampf vorliegen, bei dem dann zur Kondensation irgendwo bei 0,0x bar und z.B. 25°C nur dessen Verdampfungswärme weggekühlt werden muss. Genauso macht man das auch bei Wasserdampfkraftwerken. Beim Mischdampf wird nun, wie Schaeffer richtig schreibt, die Expansionskurve flacher. Es bleiben Druck und Temperatur im Zylinder durch das Nachheizen höher, man kann somit mehr mech. Energie entnehmen. Allerdings ist nun am Ende der Expansionskurve bei Erreichen der 0,0x bar das Benzol wärmer als 25°C, d.h. es liegt Benzolheißdampf vor, der nicht an der Kondensationsgrenze ist. Nun muss zusätlich zur Verdampfungswärme des Benzols auch noch das Benzol vor der Kondensation auf die Nassdampfgrenze heruntergekühlt werden. Wenn man das mit an einem konkreten Beispiel ausrechnet, stellt man fest, dass da nun genau die Verdampfungswärme des Wassers zusätzlich abgeführt werden muss.
Wie ich weiter oben schon sagte, die Verdampfungswärme des Wassers ist dann nur im Benzol zwischengespeichert und muss am Ende trotzdem weggekühlt werden.

Ein Verflüssigen des Benzols durch Kompression "in einem günstigen Moment" ist nichts weiter als eine Traumvorstellung.
Schaeffer sollte erst einmal anhand der bekannten Stoffeigenschaften des Benzols vorrechnen, wie und in welchem Zustand das Benzol ohne Kühlung verflüssigt werden kann. Dazu braucht es keine Maschine.
Und wenn er unbekannte Stoffeigenschaften im Dampfdiagramm des Benzols vermutet, könnte er mit einer recht einfachen Versuchsanordnung (Zylinder, Kolben, Messfühler für Druck und Temperatur) solche außergewöhnlichen Benzolzustände suchen und ggf. erforschen. Dazu bräuchte er jedenfalls keine Millionenbeträge von Investoren.
Ohne diese Vorarbeiten in Theorie und/oder Praxis gleich ein Kraftwerk bauen zu wollen, ist haarsträubend ignorant und verantwortungslos ggü. seinen Investoren.

Selbstverständlich ist es für einen vernunftbegabten Wissenschaftler ganz offensichtlich, dass das Unterfangen sowieso zum Scheitern verurteilt ist, und da hilft auch das ganze esoterische Geschwafel vom bösen Dogma des 2.HS nichts. Naturgesetze verschwinden nicht, wenn man sie als Dogma beschimpft. Dieses Verschwörungsgeschwafel am Anfang des von Dir oben verlinkten Pamphlets ist so lächerlich, dass einem die Luft weg bleibt. Der 2.HS wurde schnell mal erfunden, damit niemand die frei verfügbare Wärmeenergie in unserer Umgebungsluft als Energiequelle nutzen kann? Und so ein angeblich frei erfundenes Dogma soll das auch über Jahrhunderte erfolgreich verhindert haben? Trotz zweier Weltkriege, in denen eine PM2-Energiequelle ein unglaublicher Vorteil für eine Kriegspartei gewesen wäre (man denke nur mal an Antriebe für Schlachtschiffe o.ä.).?
Glaubst Du wirklich so einen Unsinn?

Gruß,
sh
superhaase
Administrator
 
Beiträge: 57
Registriert: Do 12. Mai 2011, 14:01

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon superhaase » Fr 16. Okt 2015, 16:34

addi hat geschrieben:
superhaase hat geschrieben:DIese Abhandlung kenne ich nicht. Hast Du einen Link dazu?
Erst mal klingt das wieder nach einer typischen "Halbwahrheit" von Schaeffer. Pressluft hat nach einer isothermen Kompression nicht dieselbe innere Energie, denn der Druck im Volumen ist ja höher, also hat das Volumen mehr Energie in sich und kann diese Energie auch leicht wieder als mechanische Arbeit abgeben und den Kolben nach außen drücken, sobald man ihn loslässt.


hier der Link:

http://www.lesa-maschinen.de/cms/upload ... ynamik.pdf

MfG

Addi

Jetzt habe ich mal etwas weitergelesen in Schaeffers oben verlinktem Schriftstück "Ungleichgewichts-Thermodynamik".

Das Pamphlet schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht.
Mein Gott, Walter!
Etz werds oba hint hejcher wia voan!
(das war Bayrisch) ;)

Zunächst:
Ich bin davon ausgegangen, dass Schaeffer hier den Begriff "innere Energie" nicht richtig verwendet und ganz allgemein die in einem Gasvolumen gepeicherte Energie meint. Wie sich beim Lesen des Schriftstücks herausstellt, tut er genau das.
Trotzdem hätte ich in meiner oben zitierten Antwort den Begriff innere Energie nicht so verwenden dürfen, weil das zu einer eigentlich falschen Aussage führt. Diese Begriffverwirrung ist aber gar nicht so unüblich, sondern eine häufige Nachlässigkeit.
Wörtlich genommen ist die innere Energie eines Gases, nach der richtigen Verwendung des Begriffs, nur von der Gasmenge und der Temperatur abhängig (und einer dem verwendeten Gas eigenen Stoffkonstanten). Stichwort: kalorische Zustandsgleichung eines Gases.

Schaeffer trickst hier offenbar bewusst mit dem Begriff der inneren Energie.
Einmal benutzt er ihn richtig, indem er unter Abschnitt 3.1 sagt:
"Ein Kilogramm Luft enthält bei einer bestimmten Temperatur eine bestimmte Menge innerer Energie, egal ob die Luft unter einem Druck von 1 bar, 10 bar oder 100 bar steht. Ist das nicht erstaunlich?"
Dies ist der thermodynamisch richtige Begriff der inneren Energie, die nur von der Stoffmenge und der Tempratur abhängig ist, nicht aber von Druck und Volumen. Die innere Energie ist quasi die Temperatur des Gases multipliziert mit der Gasmenge (und einer Stoffkonstanten). Sie bezeichnet also die in der Bewegungsenergie der Gasmoleküle enthaltene Energie, die sich als Temperatur äußert. Stichworte: kinetische Gastheorie, kalorische Zustandsgleichung.

Dann aber benutzt er den Begriff innere Energie, ohne ihn nochmal zu nennen, falsch, indem er anschließend unterstellt, die innere Energie wäre die Gesamtenergie eines betrachteten Gasvolumens, und unterstellt, dass es sowas wie eine Druckenergie nicht gäbe.
Aber genau das ist völliger Mumpitz. Ist Schaeffer so erschreckend dumm, oder will er nur seine Leser für dumm verkaufen?

Bekanntermaßen ist die innere Energie nicht die einzige Energie, die ein betrachtetes Gasvolumen enthält. Es kommt nämlich durchaus eine "Druckenergie" hinzu, die er komischerweise einfach verleugnet: die sog. Verschiebe-Energie, die sich aus Druck und Volumen zu P·V berechnet.
Die in einem betrachteten Gasvolumen enthaltene Gesamtenergie H setzt sich zusammen aus der inneren Energie U plus der Verschiebeenergie P·V.
Also: H = U + P·V
Und wie heißt diese Gesamtenergie im Fachjargon? Richtig: Enthalpie.
Enthalpie wird in der Einheit Joule gemessen, genauso wie die innere Energie und auch die Verschiebeenergie (auch Verschiebearbeit genannt).

Zu seiner irrwitzig falschen Behauptung, es gäbe keine "Druckenergie", gelangt er durch ein Gedankenexperiment unter Abschnitt 3.1, bei dem aus eine Druckkesel auströmendes Gas durch einen Druckluftmotor geschickt wird. Er führt dann aus:
"Die Abkühlung der Druckluft entspricht exakt der Arbeitsleistung des Motors. So etwas wie Druckenergie gibt es nicht."
Das ist schon mal falsch. Auch die im Druckkesselgas gespeicherte Verschiebeenergie P·V (die Druckenergie), geht in diese Rechnung ein. Je nach Temperatur, spez. Wärmekapazität des verwendeten Gases etc. ergeben sich am Ausgang des Druckluftmotors (der das Gas ja nicht unendlich entspannt, sondern nur um einen bestimmten Faktor) unterschiedliche Werte an Temperatur, Volumen und Druck für das Auspuffgas. Somit sind dann auch unterschiedliche Anteile der inneren Energie und der Verschiebeenergie als mech. Energie entnommen worden. P·V bleibt ja nicht konstant, denn durch die Temperatursenkung nimmt der Druck stärker ab, und nicht proportional zur Volumenerhöhung. Adiabatische Expansion!

Weiter sagt er:
"Wenn wir die Druckluft nur aus dem Kessel ausströmen lassen ohne einen Motor anzuschließen, würde sie sich nicht abkühlen."
Auch das ist falsch. Das im Kessel befindliche Gas kühlt sich bei sinkendem Druck ab und gibt dabei Teile seiner inneren Energie und seine Verschiebeenergie an die ausströmenden Gasmolekühle ab, die in der Kesselausströmleitung beschleunigt werden. Die Ausströmleitung wirkt da wie ein kleiner Zylinder, dessen Kolben die darin befindlichen Gasmoleküle sind, die entgegen ihrer Massenträgheit jeweils wie ein kleiner loser Kolben beschleunigt werden müssen, der dann aus dem Zylinder herausfliegt. So kann man sich das bildlich erklären. Anfangs strömt also noch warmes Gas aus, zum Ende hin aber zunehmend kälteres Gas.
Es ist schon erstaunlich, wie Schaffer immer wieder zu so völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen kommt, auf denen er dann seine weiteren Theorien aufbaut.

Den Vogel schießt er aber ab, wenn er dann schreibt:
"Künftig wird man in der Thermodynamik, die erst dann ihrem Namen gerecht werden wird, wenn man die Dynamik von Ungleichgewichts-Zuständen und von Lebensprozessen mit einbezieht, unterscheiden müssen zwischen:
- der inneren Energie eines Systems einerseits
- und dem Abstand eines thermodynamischen Zustandes
zum Gleichgewicht andererseits."

Man kann es kaum fassen: Erst verleugnet er die Existenz der Verschiebeenergie, um dann zu fordern, dass man in der Thermodynamik in Zukunft zwischen der inneren Energie und dieser Verschiebeenergie (das ist nichts anderes als der von ihm so bezeichnete "Abstand eines thermodynamischen Zustandes zum Gleichgewicht", also das "Ungleichgewicht") unterscheiden müsse.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Schaeffer!
Sie haben soeben erkannt, dass die Gesamtenergie eines Gasvolumens, genannt Enthalpie H, zusammengesetzt ist aus der inneren Energie U und der Verschiebeenergie P·V.
Also der Herr Superwissenschaftler hat das Rad der Thermodynamik neu erfunden, nämlich die Formel für Enthalpie: H = U + P·V.

Es ist daher auch gar nicht verwunderlich, dass er für seine kruden Betrachtungen den Begriff Enthalpie vermeidet wie der Teufel das Weihwasser. Das Wort kommt im ganzen Pamphlet überhaupt nicht vor. Da ihm aber der Begriff Enthalpie meines Wissens durchaus bekannt ist (ich glaube, er hat ihn in anderen Schriftstücken schon verwendet), nehme ich and, dass er hier bei diesem Pamphlet absichtlich täuscht.

Wie kommt er außerdem zu der Ansicht, dass die heutige Thermodynamik keine Ungleichgewichtszustände betrachtet?
Die unterschiedlichen Dampfzustände in einem heutigen Kraftwerke sind doch Ungleichgewichtszustände nach seiner Definition, die die Turbine antreiben!
Genau diese Ungleichgewichtszustände sind das Hauptthema der gesamten Thermodynamik. Deshalb heißt es ja Thermodynamik und nicht Thermostatik.
Völlig unverständlich, so eine verquaste Aussage ...

Die weiteren Ausführungen in diesem Pamphlet zu Wetter, Wirbeln und Windkraft und der andere Schmarrn sind mir dann nur noch zu blöd, um darüber hier noch was zu schreiben. Und die angeblich entdeckten "Druckspitzen" in seiner Maschine ... davon glaub ich kein Wort. Ich meine, die sind einfach frei erfunden, um den Investoren irgendetwas auftischen zu können, das wieder etwas Hoffnung weckt und neues Geld locker macht. Von irgendwas muss er ja seine Brötchen kaufen.

Gruß,
sh
superhaase
Administrator
 
Beiträge: 57
Registriert: Do 12. Mai 2011, 14:01

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Sa 17. Okt 2015, 10:02

Hallo Superhase,

da hast Du ja echt viel Zeit investiert. Vielen Dank dafür. Vieles sehe ich jetzt klarer. Die Sache mit der "gleichen inneren Energie" konnte und wollte ich eh so nicht hinnehmen (ich fragte da ja auch früher schon mal an und bekam von Schwedenpeter einen Link dazu). In diesem Punkt spricht ja sogar tägliche Praxis gegen das "Schaeffersche Postulat". Wenn wir beispielsweise mit einer großen vollen Sauerstoffflasche eine kleine mittels Adapter füllen, so kann jeder (der es sehen will ) feststellen, dass sich das Verbindungsrohr dabei abkühlt (sichtbare Eisbildung auch bei hochsommerlichen Temperaturen) obwohl da kein Druckluftmotor mechanische Arbeit verrichtet.
Wie kann man solche krassen, groben Fehler dann bewerten? Ich persönlich denke mal, dass da vielleicht auch das hohe Alter von Herrn Schaeffer eine Rolle mit spielen könnte. Wenn ich so manches Erlebnis mit meinem Vater, der noch etwas jünger ist, zum Vergleich heran ziehe, würde ich diese Betrachtung durchaus in Erwägung ziehen. Gleich immer kriminelle Energie zu vermuten ist ein Standpunkt den ich nicht teile. Vielmehr ist die treibende Kraft hier sicher Fanatismus, am Ende des Lebens nun doch noch den Nachweis zu erbringen, dass "man doch die ganze Zeit über Recht hatte". Dafür aber am laufenden Band immer neues Geld mit der Erzeugung unhaltbarer Erwartungen einzuwerben und eine (Schnellschuss?) - Maschine nach der anderen zu bauen ist in jedem Fall UNREDLICH! In diesem Punkt bin ich ganz bei Dir.

MfG

Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 09:37

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon superhaase » Sa 17. Okt 2015, 17:50

addi hat geschrieben:Wenn wir beispielsweise mit einer großen vollen Sauerstoffflasche eine kleine mittels Adapter füllen, so kann jeder (der es sehen will ) feststellen, dass sich das Verbindungsrohr dabei abkühlt (sichtbare Eisbildung auch bei hochsommerlichen Temperaturen) obwohl da kein Druckluftmotor mechanische Arbeit verrichtet.

Ja, da hast Du Recht. Nicht nur das im Kessel befindliche Gas wird bei sinkendem Druck kälter, auch das ausströmende Gas treibt ja die vorauseilenden Moleküle wie einen Kolben vor sich her und wird dadurch stark abgekühlt.

Und was die kriminelle Energie angeht:
Egal aus welchen Motiven (Sturheit und fanatisch Mission zur Weltrettung, oder reine Habgier), sobald jemand andere Menschen belügt, um ihnen mittels dieser Lüge Geld "abzunehmen", dann ist das wohl ganz schlicht Betrug.

Gruß,
sh
superhaase
Administrator
 
Beiträge: 57
Registriert: Do 12. Mai 2011, 14:01

VorherigeNächste

TAGS

Zurück zu Neues von und über LESA

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron