Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015




Hier soll und darf über LESA gemeldet und diskutiert werden

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Mi 4. Nov 2015, 21:24

bluwi hat geschrieben:Nein, ich will heute kein „Blut sehen“ und wollte das auch früher nicht. Mir ging es um was anderes. Ich habe aus familiären Gründen eine Affinität zur Landwirtschaft und wollte nicht untätig zusehen, wenn gutgläubige Bauern über eine üble Bauernfängerei abgezockt werden. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass Schäffer nie von seiner „Religion“ PM2 abgerückt ist und die Hackschnitzel nur zum Thema gemacht hat, weil er (oder seine Lerche) damit eine Klientel erschließen wollte, die seit Jahren in existentiellen Nöten wirtschaftet. Über seinen Traum PM2 hätte er da niemanden angesprochen, über Hackschnitzel jede Menge.


Herr Schaeffer hatte NIEMALS zumindest im kleinen Kreis ein Geheimnis daraus gemacht, dass das PM2 sein Fernziel ist. Dies war verklausuliert sogar auf der offiziellen Firmenhomepage so kommunieziert worden. Es hieß da beim Zeitplan: zu einem späteren Zeitpunkt "Erforschung anderer Stoffgemische". Allerdings denke ich schon, dass er auf Messen und sonstigen größeren Veranstaltungen (ich war nie dabei), auf denen es um Geldeinwerbung ging, dies sicher für sich behalten hatte, um eben nicht ins Visir diverser Lobbyisten zu geraten, die Ihn (dies ist auch jetzt noch meine Meinung) niemals unbehelligt sein PM2 in Serie hätten fertigen lassen. Ob er da den Bauern als Zielgruppe noch was von einem PM2 erzählt hätte oder nicht wäre sicher egal gewesen, da die die Tragweite der Angelegenheit eh nicht verstanden hätten. Ich zumindest habe bei meinem ersten persönlichen Kontakt im Oktober 2005 offen über diese Sache gesprochen. Für mich war es vielmehr eine Bedingung für die Zusage von Beteiligungskapital, dass dieses Ziel auch verfolgt wird!

bluwi hat geschrieben: Es ist bisher nix dabei rausgekommen, weil es keinen gab, der sich geschädigt fühlt. Wer geschädigt ist, kann das jederzeit neu auflegen.


Ja konkret könnten das genau die tun, die NACH dieser dubiosen Erfolgsmeldung Kohle einbezahlt hatten (ich also schon mal nicht). Allerdings wird auch da das Verfahren sicher ganz schnell wieder eingestellt werden. Wie ich Dir gestern schon versucht habe zu erklären und Du richtig zitiert hast ("...in der Absicht rechtswidriger Bereicherung ") fehlt es auch dann immer noch genau an dieser Absicht! Erfolglosigkeit hingegen ist nicht strafbar. Das Geld wurde nämlich genau für den Zweck eingesetzt, der in den Beteiligungsunterlagen auch so benannt wurde! Nur dass sich da die Geschäftsführerin ein Gehalt bezahlt hat ist dabei als völlig normal anzusehen, sofern es nicht exorbitant unangemessen hoch war. Ich bin mir aber sicher, dass in einem aktuellen Fremdvergleich mit der Entlohnung jeglicher Spitzenmanager von gemeinnützigen Institutionen, die aktuell im Bereich der Flüchtlingskrise "selbstlos" unterwegs sind das Gehalt von Frau Lerche da sehr bescheiden gewesen sein wird.



bluwi hat geschrieben:
addi hat geschrieben: Die Beurteilung nach § 263 STGB setzt immer voraus, dass das Duo Schaeffer / Lerche sich selbst oder einem Dritten einen Vermögensvorteil verschafft hätte.
Genau das sah und sehe ich anders. Im Wikipedia steht:

Betrug bezeichnet im Strafrecht Deutschlands ein Vermögensdelikt, bei dem der Täter in der Absicht rechtswidriger Bereicherung das Opfer durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen gezielt so täuscht, dass dieses sich selbst oder einen Dritten am Vermögen schädigt und damit materiellen Schaden zufügt.


Ich glaube Du bringst da zwei Dinge zusammen, die nicht zusammen gehören. Auf der einen Seite ist da die Strafbarkeit = Strafrecht. Da die betrügerische Absicht fehlt oder zumindest nicht nachgewiesen werden kann (im Zweifel strafrechtlich immer zu Gunsten des Angeklagten) ist hier das Ende der Fahnenstange erreicht.
Andererseits gibt es aber noch die ZIVILRECHTLICHE Möglichkeit Schadenersatz zu fordern. Hier sind die Erfolgsaussichten weit größer, da speziell bei solchen Risikokapitalanlagen mit Totalverlustrisiko in Deutschland sehr umfangreiche Hinweis, Aufklärungs, Dokumentations und Prospekthaftungspflichten bestehen. Hier wären für eienen Geschädigten (speziell für einen nach dieser "Erfolgsmeldung") nach meiner Einschätzung gute Chancen gegeben zumindest einen Titel erfolgreich vor Gericht zu erstreiten. Nur ob damit dann wirklich Geld zu holen ist wird mehr als fraglich sein, da der Pleitegeier ja permanent kreist. Die Gerichtskosten muss der Kläger hingegen in jedem Fall erst mal bezahlen.

bluwi hat geschrieben:
Wenn jemand sagt „eindeutig über Carnot“ und damit die Welt auf den Kopf stellen will, dann ist die Ausrede eines „Messfehler“ mit gigantischem Resultat wenig tragfähig, = Vortäuschung falscher Tatsachen.
Und dass viele hier Geld verloren haben kann auch nicht bestritten werden.


...Nur beweisen kann es der staatliche Ankläger eben nicht!

bluwi hat geschrieben:
Allerdings ist das Meiste verjährt.


Ja, wenn es länger als 3 Jahre zurück liegt.
bluwi hat geschrieben: Ich bin durchaus offen für Neues, was „die Wissenschaft“ bisher nicht erklären kann. Aber der Schlüssel ist die Plausibilität. Und hier unterscheiden sich unserer Bewertungen der Lage. Alles, was der Herr Schäffer postuliert hat, ist durch relativ triviale Argumente zu widerlegen.


Vielleich war ich im Nachhinein zu wenig kritisch. Ich sah die natürlichen Phänomene, insbesondere das Wettergeschehen, die größtenteils militärischen Experimente zur Wettermanipulation und da war eben noch das Modell, welches ich mit eigenen Augen auch (leider zu kurz) in Funktion gesehen habe. Das waren für mich, der nur neben einigen wenigen Lehreinheiten an einer Hochschule (Ziel war da in der DDR die Erlangung der Hochschulreife in nur einem Jahr) im Bereich der Thermodynamik nur über das normale Schulwissen verfügte, ausreichend Indizien, um einer wirklich guten Sache eine Chance zu geben. Allerdings ist ein solches Resultat für mich keine Katastrophe, da ich von allem Anfang an den Verlust fest eingeplant hatte. Ich hätte auch niemals selbst genug Holz um ein solches Ding zu betreiben. Selbst wenn alle Entwicklungen bis zum PM2 positiv verlaufen wären hätte ich nicht vermutet eine solche Maschine von LESA geliefert zu bekommen. Meine Hoffnungen waren viel mehr gewesen, dass das Wissen dazu verfügbar werden würde, um die Welt besser und friedlicher zu machen.

bluwi hat geschrieben: Es gab mal ein „Modell“, das die angebliche Leistungssteigerung mit dem Benzol „nachweisen“ konnte. Kein seriöser Mensch würde so eine Errungenschaft verschwinden lassen...


Da weißt Du offensichtlich mehr als ich. Ich habe lediglich gelesen, dass er das Modell nicht mehr vorführen mag, da die Resultate zu unzuverlässig wären. Aber das er es nicht mehr hat (Entsorgung von belastendem Material?) ist mir neu.

Gruss
Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 10:37

von Anzeige » Mi 4. Nov 2015, 21:24

Anzeige
 

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon superhaase » Do 5. Nov 2015, 09:06

addi hat geschrieben:Herr Schaeffer hatte NIEMALS zumindest im kleinen Kreis ein Geheimnis daraus gemacht, dass das PM2 sein Fernziel ist.

Wieso Fernziel?
Eine Maschine über Carnot IST ein PM2.
Und das war sein Nahziel, von dem er bekanntermaßen sogar behauptet hatte, dass er es schon im Messversuch mit seinem Mischdampfdingens erreicht hatte, um wieder eine Finanzierungsrunde einzuleiten.

Wie ich Dir gestern schon versucht habe zu erklären und Du richtig zitiert hast ("...in der Absicht rechtswidriger Bereicherung ") fehlt es auch dann immer noch genau an dieser Absicht! Erfolglosigkeit hingegen ist nicht strafbar. Das Geld wurde nämlich genau für den Zweck eingesetzt, der in den Beteiligungsunterlagen auch so benannt wurde! Nur dass sich da die Geschäftsführerin ein Gehalt bezahlt hat ist dabei als völlig normal anzusehen, sofern es nicht exorbitant unangemessen hoch war.

Genau das ist eine falsche Sichtweise.
Die Alternative "normales Gehalt / Arbeitslos und kein Gehalt" ist ein Vermögensvorteil, der unrechtmäßig (durch Täuschung) erzielt wurde - also eine rechtswidrige Bereicherung. Es spielt dabei keine Rolle, "wie groß" die Bereicherung ist. Auch ein kleiner Ladendiebstahl ist ein Ladendiebstahl. Dies spielt lediglich bei der Strafbemessung eine Rolle.

Ich glaube Du bringst da zwei Dinge zusammen, die nicht zusammen gehören. Auf der einen Seite ist da die Strafbarkeit = Strafrecht. Da die betrügerische Absicht fehlt oder zumindest nicht nachgewiesen werden kann (im Zweifel strafrechtlich immer zu Gunsten des Angeklagten) ist hier das Ende der Fahnenstange erreicht.

Die betrügerisce Absicht ist offensichtlich: die Geldgeber wurden bewusst getäuscht, um an deren Geld zu kommen.
Nur weil (überlastete) Staatsanwälte zu bequem (und faul) sind sind, einen Vermögensschaden festzustellen, wenn die Geschädigten sich nicht geschädigt fühlen (was eine völlig unzulässige Ausrede ist, denn selbst wenn der Betrogene kurz nach dem Betrug stirbt und sich folglich nicht mehr geschädigt fühlen kann, bleibt der Betrug ein Offizialdelikt, dass von amtswegen zu verfolgen ist), heißt das nicht, dass der Betrug nicht rational und logisch zwingend nachgewiesen ist bzw. werden kann.
Allein die Tatsache, dass Schaeffer das mangelnde Wissen von unbedarften Leuten ausgenutzt hat und ihnen die Entwicklung einer Maschine versprochen hat, die es nach anerkannten Naturgesetzen gar nicht geben kann, reicht nach der gängigen Rechtsprechung aus, um den Tatbestand des Betruges festzustellen. Das Unwissen anderer gezielt auszunutzen, um ihnen unhaltbare Versprechungen zu machen und damit Geld aus der Tasche zu ziehen, ist ganz klar Betrug.
Wie gesagt sind aber die Staatsanwälte heutzutage aufgrund von Überlastung (auch der Gerichte) nicht mehr bereit, solche Delikte zu verfolgen, wenn sich kein Geschädigter als solcher bekennt. Auch wenn dies eigentlich keine Rolle spielen dürfte (Offizialdelikt Betrug!), so ist es verständlich, dass sich ein Staatsanwalt sagt: "Warum soll ich mir und dem Gericht die zusätzliche Arbeit machen, wenn die Betrogenen so dumm sind und ihr Geld dem Scharlatan ohne Reue hinterherwerfen und nicht mal merken, dass sie geschädigt wurden, wenn das Geld weg ist?"

Vielleich war ich im Nachhinein zu wenig kritisch. Ich sah die natürlichen Phänomene, insbesondere das Wettergeschehen, die größtenteils militärischen Experimente zur Wettermanipulation ...

Was haben denn die Esoteriker immer für Probleme mit dem Wetter?
Was um Himmels Willen ist am Wettergeschehen so verwunderlich, dass man da ein PM2 dahinter vermuten muss?
Gerade auch die Äußerungen von Schaeffer zu irgendwelchen Wetterphänomenen sind doch haarsträubende Oberflächlichkeiten und nichts als Unfug im Quardat.

Gruß,
sh
superhaase
Administrator
 
Beiträge: 57
Registriert: Do 12. Mai 2011, 15:01

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon bluwi » Do 5. Nov 2015, 22:55

Hi Addi,
ich denke nicht, dass wir hier viel beitragen wenn wir weiterhin die unterschiedlichen Standpunkte bezüglich „Betrug“ durchkauen. Aus meiner Sicht ist dazu alles gesagt, deshalb möchte ich auf eine Erwiderung dahingehend verzichten. Es würde andere Leser nur langweilen.

Ich möchte aber explizit und ganz deutlich anerkennen, wenn sich jemand (wie Du hier) nicht schweigend verabschiedet, sondern auch in der Lage ist, zu sagen, ich habe aus den Erfahrungen heraus umgedacht.

Ich zolle Dir dafür Respekt!

Auch Deine Haltung, etwas fürs Allgemeinwohl zu tun, ohne auf eine direkte persönliche Rendite zu starren finde ich sehr löblich.

Wenn ich hier trotzdem nochmal auf den Punkt „Hackschnitzel“ eingehe, dann ist das keine Kritik an Deinem Standpunkt. Es soll nur zusätzliche Information liefern, die Dir anscheinend fehlt.

Zum ersten Mal bin ich auf Lesa gestoßen in einer Landwirtschaftlichen Zeitung mit monatlichen Annoncen und dann immer wieder in diesem Umfeld, z. B. auf entsprechenden Messen. Dabei wurde ganz klar und unmissverständlich dargestellt, dass diese Entwicklung auf Landwirte mit Waldeigentum abzielt, um ihnen eine Alternative zu den extrem hohen Investitionen in Biogasanlagen zu geben. Die Grundrechnung war: Investiere nicht Millionen in eine Biogasanlage mit all ihren Risiken, die unterschwellig als größer dargestellt wurden, als bei einer Investition in Lesa. Gebe lieber jetzt einige 1.000 € an uns, dann kannst Du in 2 Jahren für ca. 150.000 pro Maschine mehrere Maschinen kaufen, die eine viel höhere Rendite haben, als die Biogasanlage, für die Du Millionen ausgeben müsstest.

Dazu habe ich nicht gesagt, dass Schäffer explizit von seinem PM2 Abstand genommen hätte. Er hat aber in dieser Kampagne bewusst und gezielt verschwiegen, was er eigentlich denkt, nämlich dass er die Hackschnitzel gar nicht braucht. Er hat gezielt das Thema Hackschnitzel von allen Seiten beleuchtet, mit dem Ziel, Menschen mit Zukunftsangst zu animieren, ihm Geld zu geben. Ich unterstelle ihm gar nicht, dass er das mit grundsätzlich bösen Absichten getan hat. Er dachte wohl schon daran, denen halt dann ein PM2 zu verkaufen, bei dem sie auch noch die Hackschnitzel einsparen. Vermutlich hat er sich selber vorgemacht, dass man die dummen Bauern halt zu ihrem Glück zwingen müsse. Das nenne ich Bauernfängerei im wahrsten und übelsten Sinne des Wortes.

Richtig übel wurde es dann mit seiner frei erfundenen Erfolgsmeldung „über Carnot“. Damit hat er den letzten Rest von Anstand und Ehrlichkeit verloren. Dafür verdient er nichts als Verachtung.

Ich halte mir selbst zu Gute, dass ich damals mindestens 3 Bauern mit viel Überredungskunst davon abgehalten habe, ihr Geld zu verschleudern. Aber das war natürlich auf meinen Bekanntenkreis begrenzt und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Gruß
bluwi
bluwi
 
Beiträge: 64
Registriert: Sa 21. Mai 2011, 18:30

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon bluwi » Mi 11. Nov 2015, 19:45

Hab ich nun Euch allen den Spass an der Diskussion verdorben?
Das war sicher nicht meine Absicht. Sorry
bluwi
 
Beiträge: 64
Registriert: Sa 21. Mai 2011, 18:30

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » So 15. Nov 2015, 22:47

bluwi hat geschrieben:
Ich möchte aber explizit und ganz deutlich anerkennen, wenn sich jemand (wie Du hier) nicht schweigend verabschiedet, sondern auch in der Lage ist, zu sagen, ich habe aus den Erfahrungen heraus umgedacht.

Ich zolle Dir dafür Respekt!

Auch Deine Haltung, etwas fürs Allgemeinwohl zu tun, ohne auf eine direkte persönliche Rendite zu starren finde ich sehr löblich.


Danke
bluwi hat geschrieben:Wenn ich hier trotzdem nochmal auf den Punkt „Hackschnitzel“ eingehe, dann ist das keine Kritik an Deinem Standpunkt. Es soll nur zusätzliche Information liefern, die Dir anscheinend fehlt.

Zum ersten Mal bin ich auf Lesa gestoßen in einer Landwirtschaftlichen Zeitung mit monatlichen Annoncen und dann immer wieder in diesem Umfeld, z. B. auf entsprechenden Messen. Dabei wurde ganz klar und unmissverständlich dargestellt, dass diese Entwicklung auf Landwirte mit Waldeigentum abzielt, um ihnen eine Alternative zu den extrem hohen Investitionen in Biogasanlagen zu geben. Die Grundrechnung war: Investiere nicht Millionen in eine Biogasanlage mit all ihren Risiken, die unterschwellig als größer dargestellt wurden, als bei einer Investition in Lesa. Gebe lieber jetzt einige 1.000 € an uns, dann kannst Du in 2 Jahren für ca. 150.000 pro Maschine mehrere Maschinen kaufen, die eine viel höhere Rendite haben, als die Biogasanlage, für die Du Millionen ausgeben müsstest.

Dazu habe ich nicht gesagt, dass Schäffer explizit von seinem PM2 Abstand genommen hätte. Er hat aber in dieser Kampagne bewusst und gezielt verschwiegen, was er eigentlich denkt, nämlich dass er die Hackschnitzel gar nicht braucht. Er hat gezielt das Thema Hackschnitzel von allen Seiten beleuchtet, mit dem Ziel, Menschen mit Zukunftsangst zu animieren, ihm Geld zu geben. Ich unterstelle ihm gar nicht, dass er das mit grundsätzlich bösen Absichten getan hat. Er dachte wohl schon daran, denen halt dann ein PM2 zu verkaufen, bei dem sie auch noch die Hackschnitzel einsparen. Vermutlich hat er sich selber vorgemacht, dass man die dummen Bauern halt zu ihrem Glück zwingen müsse. Das nenne ich Bauernfängerei im wahrsten und übelsten Sinne des Wortes.


Da fehlen Dir in einem entscheidenden Punkt Hintergrundinformationen. Beim Start des LESA Projekts im ganz großen Maßstab vor 10 Jahren ging Herr Schaeffer fest davon aus, dass er die Maschine mit Benzol und Wasser als Betriebsstoffe "nur noch bauen" müsse (wörtliche Aussage von damals). Alles wäre ja von den "Vordenkern" Iriniy und Doczekal bereits erforscht und dokumentiert worden. Somit wird vielleicht auch etwas deutlicher, warum er sich auf ein derartiges Abenteuer ohne umfangreiche Vorversuche einlies. Diese Maschine brauchte nach den Überlieferungen aber nun mal ein Temperaturniveau von 180 Grad C. Ein "bischen Heizen" war in diesem Stadium also noch unvermeidbar nötig. Da der Strom nach EEG verkauft werden sollte fiel die Wahl beim Heizstoff auf Holz, was natürlich auch noch riesige Vermarktungssynergieeffekte nach sich zog (wo sicher auch eindeutig zu weit gegangen wurde). Bei den "kalten Betriebsstoffen" hingegen sagte Schaeffer damals schon, dass diese ein eigenartiges, nicht reproduzierbares Verhalten aufweisen würden, weshalb da eine längere Phase der Erforschung noch nötig wäre (es ist also nicht so, dass er gar nichts vorher wusste und nur die Menschen von ihrem Geld trennen wollte, wie Du immer annimmst!). Leider mußte er aber die Erfahrung machen, dass genau diese ihm schon bekannten Unwägbarkeiten von den "kalten Betriebsstoffen" auch bei Wasser und Benzol zum Verhängnis wurden, abgesehen davon, dass Ihr alle hier (zumindest mir) immer mehr deutlich machtet, dass es weitere grundsätzliche Aspekte (z.B. Energiebilanz) gibt, welche die Sache wahrscheinlich von vorn herein unmöglich machen. Allerdings würde ich auch jetzt immer noch nicht vollständig ausschließen, dass der Schaeffer vielleicht doch noch im laufe der Jahre seiner Experimente auf etwas gestoßen ist, das ihr alle noch nicht einmal ahnt und dass er, sollte er zu seinen Lebzeiten den "großen Wurf" mit einer vorzeigbaren Maschine nicht mehr hinbekommen sogar mit ins Grab nehmen könnte. Entsprechende Randbemerkungen bezüglich seiner Erkenntnisse hat er zumindest gemacht. Hier nur zwei Punkte:

1. Die von mir schon erwähnte Sache mit der Aussage dass "die Stoffe einen Buchhalter haben"
2. Hinweise darauf, dass er bei experimentellen Expansionsvorgängen auf einmal massive UNTERDRÜCKE am Ende gemessen hätte, was er erst selbst nicht glauben wollte.

Allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, dass er moralisch KEIN RECHT hat, auch wenn diese Aspekte wahr wären, in solch einem Stadium von Menschen Geld zu nehmen mit dem Versprechen eine ausgereifte Maschine bauen zu wollen!
bluwi hat geschrieben:Richtig übel wurde es dann mit seiner frei erfundenen Erfolgsmeldung „über Carnot“. Damit hat er den letzten Rest von Anstand und Ehrlichkeit verloren. Dafür verdient er nichts als Verachtung.


Da weißt Du eventuell mehr als ich. Die offizielle Darstellung von LESA hierzu ist hinreichend bekannt und diskutiert worden. Wenn Du allerdings persönlich mit einem damals anwesenden Mitarbeiter gesprochen hast und dieser die Wahrheit sagt dann kann ich Dir in diesem Punkt nur zustimmen.

Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 10:37

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon bluwi » Mo 16. Nov 2015, 14:18

addi hat geschrieben: Da fehlen Dir in einem entscheidenden Punkt Hintergrundinformationen. Beim Start des LESA Projekts im ganz großen Maßstab vor 10 Jahren ging Herr Schaeffer fest davon aus, dass er die Maschine mit Benzol und Wasser als Betriebsstoffe "nur noch bauen" müsse (wörtliche Aussage von damals). Alles wäre ja von den "Vordenkern" Iriniy und Doczekal bereits erforscht und dokumentiert worden. Somit wird vielleicht auch etwas deutlicher, warum er sich auf ein derartiges Abenteuer ohne umfangreiche Vorversuche einlies. Diese Maschine brauchte nach den Überlieferungen aber nun mal ein Temperaturniveau von 180 Grad C. Ein "bischen Heizen" war in diesem Stadium also noch unvermeidbar nötig. Da der Strom nach EEG verkauft werden sollte fiel die Wahl beim Heizstoff auf Holz, was natürlich auch noch riesige Vermarktungssynergieeffekte nach sich zog (wo sicher auch eindeutig zu weit gegangen wurde).
Ich denke ich habe damals schon verstanden um was es ging. Aus der Schäffer-Logik heraus wäre definitiv die Nutzung der Abwärme von Biogas-Motoren technisch wesentlich sinnvoller gewesen als Hackschnitzel und hätte finanziell deutlich mehr gebracht, weil damals die Nutzung dieser Abwärme kaum stattfand und noch zusätzlich subventioniert wurde. Das wäre also ohne Heizmaterial und ohne Brenner gegangen und hätte zusätzlich eine höhere Vergütung gegeben. Nebenbei hätte er damals auch beliebig Industrielles Abfallholz verbrennen können, weil damals „neue Technologien mit Wirkungsgrad über 50%“ genauso gefördert wurden, wie EEG-Nawaro.
addi hat geschrieben:(es ist also nicht so, dass er gar nichts vorher wusste und nur die Menschen von ihrem Geld trennen wollte, wie Du immer annimmst!). Leider mußte er aber die Erfahrung machen, dass genau diese ihm schon bekannten Unwägbarkeiten von den "kalten Betriebsstoffen" auch bei Wasser und Benzol zum Verhängnis wurden,
Du formulierst das sehr treffend: Schäffer hat da nix gewusst, nur für sich was zusammen gereimt und das dann als Tatsache hingestellt. Lesa hatte in aller erster Line vor, andere Menschen von ihrem Geld zu trennen. Zu diesem und keinem anderen Zweck hat Lesa die Kampagne mit Hackschnitzeln gestartet um gutgläubige Bauern einzufangen. Natürlich in der berechtigten Annahme, dass da die meisten nix von Thermodynamik verstehen.
addi hat geschrieben: Wenn Du allerdings persönlich mit einem damals anwesenden Mitarbeiter gesprochen hast und dieser die Wahrheit sagt dann kann ich Dir in diesem Punkt nur zustimmen.
Ich habe nicht nur mit einem gesprochen und ich habe mit einem zusammengearbeitet, der Anteilsnummern unter 100 hatte. Der war mit voller Überzeugung und mit einigem Geld dabei, bis im klar wurde, dass Lesa völlig ungeniert lügt und betrügt.

Lieber Addi, auch wenn Dir das gar nicht schmeckt: Auch wenn der Herr Schäffer in religiösem Eifer an seine Messias-Mission geglaubt hat, so hat er doch von Anfang an den Leuten was vorgemacht und zwar mit vollem Wissen, dass er seine engsten Anhänger täuscht.
bluwi
 
Beiträge: 64
Registriert: Sa 21. Mai 2011, 18:30

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon Markus Böhm » Mo 16. Nov 2015, 17:51

Hallo

Ich denke keiner der LESA Anteile gekauft hat oder der welche besitzt bemerkt nicht das diese inzwischen wertlos sind. Daher ist das aus LESA sicht eine ganz Normale Sache bei einem Risiko Papier wie einer LESA Beteiligung.
Betrug liegt dennoch vor. LESA gibt sich selbst eigene AGB´s ... nicht einmal darin beschriebene Küdigungklauseln derjenigen die rechtzeitig Aussteigen wollten wurden von LESA nicht Rechtmässig erteilt.
Darüber steht aber dann noch das BGB. Und darin kann man den Betrug am Bürger auch ohne Fachwissen Physik erbringen. Wenn feste agio Zinsen die im Vertrag vereinbart sind von den Verlusten des Stammkapitals zerfessen werde passt da etwas nicht. Wenn ich sowas einer Bank erzähle bei der ich Kredit habe sagt diese ich bin Insolvent sobald ich keine Zinsen mehr entrichten kann. Solange man nicht tilgt aber immer schön Zinsen bezahlt ist man noch Zahlungkräftig.
Betrug ist so und so da. Auch ohne Physikgrunglage. Wirtschaftsgrundlage sind die Zinsen die nicht auf meinen Konto angekommen sind in 5 Jahren nicht mehr angekommen sind. wo LESA noch Solvent war kamen Zinsen von 5% bei mir an. Das ich meine Zinsen selbst versteuere oder mit verlusten ausgleiche ist mein Problem. Das gibt lesa nicht das recht fest vereinbarte 5% agio nicht zu Zahlen. Der Einfachhheit werden diese Zinsen seit dieser Zeit auf das wetlose Kapitalkoto gutgeschrieben unt mit Verlustanteilen jählich verbucht. Ich bin auch bereit die bei einen Staatsanwalt mit Ákteneinsicht zu beweisen.
Aber an sich muss in diesem Fall nicht bei Investor geguckt werden sodern bei der Veruntreuung des Geldes. Das Geld war ja da. Es wurde einige für Löhne etc. verbraucht. Aber es ging auch Geld andere Wege.
Wie kann eine Firma die Bettelbriefe in 2000er Stückzahl ohne Geld soviele Briefmarken kaufen, statt Serienbriefe bei gleichen Inhalt ohne firmenbilanz oder Zinsbeträge versenden.
Portokosten sind bei dieser Stückzahl und bei dem Unterschied zwischen Infopost-Porto und Normalbriefmarke nicht so ohne. Der Zeitaufwand von 2000 Briefmarken auf Kuverte kleben auch nicht.
Allein darin wird schon Betrug sichtbar.
Warum ein Staatsanwalt den Vertacht fallen lässt ohne Privatvermögen und LESA Vermögen von gewissen Personen zu vergleichen verstehe ich nicht. Das Geld war auf Konten und hat sich bewegt. Selbst wenn sich das geld um Ecken scheinbarer Aufwendungen bewegt ist es noch immer mit 5% Agio Zins belastet. Evtl. Habe ich den falschen Beruf gelernt wenn es doch rechtmässig ist mit Anleger Kapital BGB rechtlich so umzugehen.

MfG
Markus Böhm
Markus Böhm
 
Beiträge: 1
Registriert: Mo 16. Nov 2015, 17:13

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Fr 4. Dez 2015, 20:17

bluwi hat geschrieben:Ich denke ich habe damals schon verstanden um was es ging. Aus der Schäffer-Logik heraus wäre definitiv die Nutzung der Abwärme von Biogas-Motoren technisch wesentlich sinnvoller gewesen als Hackschnitzel und hätte finanziell deutlich mehr gebracht, weil damals die Nutzung dieser Abwärme kaum stattfand und noch zusätzlich subventioniert wurde. Das wäre also ohne Heizmaterial und ohne Brenner gegangen und hätte zusätzlich eine höhere Vergütung gegeben. Nebenbei hätte er damals auch beliebig Industrielles Abfallholz verbrennen können, weil damals „neue Technologien mit Wirkungsgrad über 50%“ genauso gefördert wurden, wie EEG-Nawaro.


Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang daran, dass genau dieser Punkt bei einer früheren Veranstaltung von einem Anteilseigner angesprochen wurde.
Die LESA Antwort darauf war sinngemäß - Ja das ist prinzipiell möglich und sicherlich auch sinnvoll, nur dies würde Entwicklungspapazitäten binden, die aktuell nicht aufgebracht werden könnten. Statt dessen war ja das erklärte Ziel mit großen Stückzahlen dieser Maschinen die Welt zu "beglücken", wo auf einen auf breiter Basis verfügbaren Brennstoff "aufgesetzt" werden müsse. Abwärmenutzungen wären in diesem Zusammenhang spezielle zahlenmäßig stark begrenzte Anwendungsfälle.

Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 10:37

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon bluwi » Fr 4. Dez 2015, 21:40

Ja, ich kann mich an die Diskussion erinnern. Für mich hätte alleine diese Antwort gereicht, um Lesa unglaubwürdig zu machen.
1. Es gab schon damals solche Wärmetauscher von der Stange zu kaufen, die sicher wesentlich billiger waren, als Hackschnitzelheizungen. Insbesondere braucht so ein Wärmetauscher praktisch keine Wartung und niemanden, der sich im Betrieb darum kümmert.
2. Wenn ich mich richtig erinnere gab es damals schon über 4000 Biogasanlagen oberhalb 250 kW, die meisten über 500kW und zum Teil im Megawatt-Bereich. Bei einer Megawattanlage kommen mindestens 700kW aus dem Auspuff. Nach Schäfferrechnung hätte er da 10 - 15 Lesamaschinen an eine solche Anlage anflanschen können. In Summe wäre da sicher 10.000 Lesamaschinen untergekommen. Auf der anderen Seite gäbe es aber in Deutschland bei weitem nicht genug Hackschnitzel für 5.000 Lesamaschinen. Auch das habe ich damals schon vorgerechnet.

Nur gehören die Biogasbauern halt in der Mehrheit nicht zu den "dummen Bauern" und hätten Lesa die leeren Versprechungen nicht abgekauft.

gruss
bluwi
bluwi
 
Beiträge: 64
Registriert: Sa 21. Mai 2011, 18:30

Re: Gesellschafterversammlung vom 26.9.2015

Beitragvon addi » Sa 5. Dez 2015, 09:24

Hallo zusammen,

heute war es mal wieder soweit - es kam mal wieder eine Mail von LESA. Weihnachtsgrüße waren es in erster Linie, um die es ging.
Darüber hinaus strotzte die Mail nur so vor Optimismus. Aber das kennen wir ja nun schon aus der Vergangenheit zur Genüge von der gegenwärtigen “Zusammenbauphase” einer neuen Maschine. Bereits ab Januar / Februar 2016 ist dann in “Phase 4" die Erprobung geplant. Ich denke es wird dann wieder nach dem zwischenzeitlich bekannten Muster ablaufen. Statt der für das nächste Frühjahr geplanten “Großen Party” zum feiern des “gemeinsamen Erfolges” wird es dann wohl wieder neue Bettelbriefe geben, weil wieder mal eine neue Maschine konstruiert und gebaut werden muss. Es sind dann sicher (wie immer) wichtige Erkenntnisse gesammelt worden, die es ermöglichen mit der nächsten Maschine ganz sicher den “großen Wurf” zu landen.
Bitte nicht falsch verstehen - ich würde es wirklich LESA und unserem Planeten von Herzen wünschen, wenn es dieses Mal klappen sollte. Nur wissen wir mittlerweile, dass die REALISTISCHEN Chancen für einen Erfolg praktisch bei Null liegen (zumindest wenn nicht doch eine ganz grundlegende Entdeckung hier als eine Art “Trumpfkarte im Ärmel” den “Durchbruch” ermöglicht).

Darüber hinaus will man eine Kamera in den Zylinderraum einbauen um die Kondensation besser beobachten zu können. Auch macht man sich Gedanken über die Sicherheit der “Werkstatt”. Dort soll mit einbruchwiderstanderhöhenden Maßnahmen und Videoüberwachung die Maschine vor “fremden Zugriff und neugierigen Blicken” geschützt werden (was natürlich im Erfolgsfall die dann dort auflaufenden Kaliber an krimineller Energie nicht ansatzweise abhalten würde!).
Ebenfalls wiederholt sich die Geschichte in einem anderen Punkt. Obwohl man noch gar keine funktionierende Maschine hat und auch kaum haben wird, wird schon wieder laut über nachgelagerte Dinge, wie die Rechtsform zukünftiger “Kraftwerksparks” nachgedacht. So wenig lernfähig kann man auch bei LESA nicht sein! In diesem Punkt muss ich mich daher der allgemeinen Ansicht hier anschließen, dass so etwas wahrscheinlich aus der Absicht heraus geschieht Menschen (bevorzugt Bauern) unter Vorspiegelung eines falschen Entwicklungsstandes zu einem “Investment” mit wahrscheinlichem Totalverlust zu animieren. So etwas kann man sicher mit Recht als betrügerische Absicht bezeichnen!

Gruß

Addi
addi
 
Beiträge: 58
Registriert: Do 8. Mär 2012, 10:37

VorherigeNächste

TAGS

Zurück zu Neues von und über LESA

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron