Status quo




Hier soll und darf über LESA gemeldet und diskutiert werden

Status quo

Beitragvon Schwedenpeter » Do 6. Sep 2012, 09:46

Derzeit ist ja sowas von nix los. Was waren das für herrliche Zeiten, wo noch diskutiert wurde.
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von Anzeige » Do 6. Sep 2012, 09:46

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Re: Status quo

Beitragvon BlueD » Sa 8. Sep 2012, 14:46

Wohnt denn niemand von Euch in der Nähe?
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Re: Status quo

Beitragvon Schwedenpeter » Di 11. Sep 2012, 08:55

Laut Homepage beschäftigen die noch 19 Mitarbeiter. Was machen die eigentlich?
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Re: Status quo

Beitragvon Interessent » Di 11. Sep 2012, 12:01

stempeln...

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Re: Status quo

Beitragvon Schwedenpeter » Mo 17. Sep 2012, 22:13

Ich finde es ist absolut überfällt mal wieder was von einer Durchbruchsmeldung zu hören.
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Re: Status quo

Beitragvon Schwedenpeter » Di 2. Dez 2014, 10:59

aus der Homepage:

*********
Das LESA-Mischdampf-Kraftwerk
Zeitplan und Perspektiven.



2008/2009
Fertigstellung des Prototyps

2009/2013
Entwicklung der Serienreife durch Fertigung und Erprobung einer Vorserie (Optimierung der Maschinenkomponenten).

2013/2014
Produktion der Null-Serie und Vorbereitung der Serienproduktion.
********

Das Jahr 2014 geht dem Ende zu. Tut sich da noch was?
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Re: Status quo

Beitragvon addi » Mo 8. Dez 2014, 14:15

Was sich in den Geschäftsräumen tut ist zwischenzeitlich schon wieder recht nebulös bzw. "geheim". Daher vermute ich wird es nicht sehr viel sein und vor allem nichts sonderlich erfolgversprechendes. Es gibt in regelmäßigen Abständen die bekannten "Bettelbriefe" an die Gesellschafter. Diese werden "geliftet" mit Briefen von Gesellschaftern, die "ganz fest an den Erfolg GLAUBEN" ohne irgendwelche objektiven Gründe zu nennen, die diesen Glauben auf ein substanzielles Fundament stellen.
Ich denke, dass wir (die dem Projekt wohlwollend gegenüberstehenden) allein schon durch die praktisch nachrichtenlos verstrichene Zeit nun doch ein weiteres Mal davon ausgehen können, dass auch der neue Ansatz nicht die gewünschten Ergebnisse erbracht hat.

An dieser Stelle habe ich mal wieder eine Frage an Euch hier. Bei meinen sporadischen Recherchen zum Thema “Strom aus Umweltwärme” bin ich über einen neuen sicher hochinteressanten Ansatz gestolpert, der überhaupt keinen thermodynamischen Kreisprozess mehr benötigt und damit das Problem mit dem 2.HS keine Rolle mehr spielt. Grundlage ist der seit mehr als 100 Jahren bekannte magnetokalorische Effekt, der offensichtlich auch von der etablierten Physik akzeptiert wird.
Darauf aufbauend hat sich ein Stephan, Hans-Wilhelm aus Wittislingen Gedanken über die Schaffung einer Steuerungsmöglichkeit des magnetischen Flusses gemacht und ist für mich auf den ersten Blick auch fündig geworden.

Hier der Patentlink: http://www.patent-de.com/19890503/EP0308611.html

Was haltet Ihr davon? Wenn das so funktioniert sollten doch die Energieprobleme der Menschheit nach nunmehr 25 Jahren langsam gelöst worden sein? Irgend einen Haken muss die Sache definitiv haben, sonst hätte mich sicherlich nicht eine Suchmaschine des amerikanischen Mainstreams zu diesem Patent(Antrag?) geführt (oder haben da selbst NSA und Co was übersehen?). Hat überhaupt schon mal jemand was von dem Herrn Stephan bzw. den beschriebenen Materialeigenschaften des “magnetischen Schalters” gehört oder ist das ganze vielleicht sogar ein fiese Desinformation von “interessierten Kreisen”?

MfG

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Re: Status quo

Beitragvon Interessent » Mo 8. Dez 2014, 17:09

Natürlich ist auch das ein Kreisprozeß. Das System muß ja immer wieder in seinen Ausgangszustand zurückgebracht werden, bevor ein neuer Zyklus gestartet werden kann, wenn es dauerhaft laufen soll.

Zu magnetokalorischen Wärmepumpen findet sich ja nun einiges. Ich sag mal, prinzipiell wird sich eine direkte Stromerzeugung, wie in dem Patent beschrieben, den selben Randbedingungen gehorchen, wie der einer magnetokalorischen Wärmepumpe mit nachgeschaltetem konventionellen Stromerzeuger. Zu den Randbedingungen gehören dabei natürlich auch Hauptsätze der Thermodynamik.

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Re: Status quo

Beitragvon bluwi » Di 9. Dez 2014, 10:53

Hi Addi,
schön mal wieder was von Dir zu hören.

Offen gesagt hab ich das Patent nicht richtig studiert und kann deshalb auch nicht direkt was zum vorgeschlagenen Prozess sagen, nur zu dem Dokument und etwas allgemein zu thermo-magnetischen Effekten.

Zum Dokument:
Es gab zunächst eine deutsche Anmeldung und eine Offenlegungsschrift.
Bei dem genannten Dokument handelt es sich um eine Europäische Anmeldung/Offenlegungsschrift.
Es gibt auch noch Amerikanische.
Die einzelnen Anmeldungen haben eigenartiger Weise unterschiedliche Kombinationen von Anmelder und Erfinder.
Die Jungs haben den Effekt nicht erfunden, sondern meinten nur, eine besonders gute Anordnung erfunden zu haben.
Die Patentprüfer waren da wohl anderer Ansicht.

Die Leute haben sich also richtig Mühe gegeben und auch Geld dafür ausgegeben, aber ein Patent wurde nicht erteilt.
Das war übrigens zwischen 1987 und 1989, also schon lange vor Lesa und entsprechende Patente wäre längst ausgelaufen.

Zum Prozess:
Wie Interessent schon ausgeführt hat, unterliegt auch sowas dem zweiten Hauptsatz, denn der ist nicht auf Gasprozesse
beschränkt sondern gilt ganz allgemein für thermische Vorgänge.

Und magneto-thermische effekte waren zwar lange Zeit die einzige Möglichkeit, extreme niedrige Temperaturen zu erzeugen, gelten aber ganz allgemein als sehr uneffektiv.

Nebenbei würde vermutlich schon die minimale Leistungsdichte bekannter Verfahren eine "Lösung der Weltprobleme" unmöglich machen, weil die Kraftwerke größer wären als die Städte, die sie versorgen.

gruss
bluwi

p.s. übrigens mal wieder ein echt interessanter und konstruktiver Beitrag.
bluwi
 
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Re: Status quo

Beitragvon addi » Fr 12. Dez 2014, 19:14

Hallo bluwi, hallo Interessent,

vielen Dank für Eure konstruktiven Beiträge. Zumindest weiß ich nun schon mal, dass ich hier nicht an einem “Honigtopf” von irgend welchen nach allumfassenden Wissen strebenden Geheimbehörden kleben geblieben bin (eventuell incl. eines kleinen Hintergrundprogrammgeschenks für meinen PC).

Beim Thema Anwendbarkeit des 2. HS bin ich hier aber anderer Meinung. Sicherlich liegen die Merkmale eines Kreisprozesses hier ebenfalls vor, nur eben ohne die Beschränkungen des 2. HS. Das wichtigste Wesensmerkmal des 2. HS ist nun mal die Aussage, dass aus einem Wärmefluss von einem heißen zu einem kälteren Pol nur ein begrenzter Teil davon in eine höherwertige Energieform gewandelt werden kann. Eine konkrete Aussage über die quantitativen Potentiale eines idealen Prozesses ohne Verluste unter den jeweiligen Prozessbedingungen macht hier die Carnotformel. Mit dieser lässt sich auch der Beweis führen, dass die Begrenzungen des 2. HS hier nicht gelten. Nach Carnot wäre nämlich auch bei einem traditionellen thermodynamischen Prozess eine hundertprozentige Energiewandlung möglich, sofern der kalte Pol ein Temperaturniveau von 0 Kelvin aufweisen würde. Der (mir bisher völlig unbekannte) Prozess braucht aber offensichtlich keinen kalten Pol, sonst wäre er ja zur Erzeugung von Temperaturen nahe 0 Kelvin nicht zu gebrauchen. Er ist also definitiv, sofern das mit dem “magnetischen Schalter” funktioniert, ein PM2 Prozess! Die einzige thermische Bedingung, die erfüllt sein muss, ist eine vorhandene Temperaturdifferenz von der Umgebung zum System, die angesichts seiner Eignung tiefkalte Umgebungen herzustellen, überall gegeben ist.

Das für diesen Prozess kein Patent erteilt wurde ist zumindest mir völlig klar. Der Anmelder hat sich hier im Gegensatz LESA deutlich ungeschickter angestellt. Während LESA das PM2 Potential seiner Idee tunlichst nach außen hin verschwiegen hat und statt dessen nur einen “außergewöhnlich hohen Wirkungsgrad” erreichen wollte, ging der Anmelder hier gleich voll auf “Konfrontation”, in dem er das Kind beim Namen nannte. Der Bearbeiter auf dem Patentamt hatte es somit einfach und konnte sich schnell wieder der nächsten Kaffeetasse widmen, weil PM`s nun mal nicht patentierbar sind.

Das mit der von bluwi genannten geringen Energiedichte. sehe ich ebenfalls etwas anders. Die Rahmenbedingungen für das Potential bei der elektromagnetischen Induktion sind abhängig einerseits von der Magnetfeldstärke und andererseits von deren Änderungsgeschwindigkeit.
Bei einem traditionellen Netzteil zur Erzeugung einer Kleinspannung bin ich an die Netzfrequenz von 50 Hertz gebunden. Somit muss der Trafo einen großen schweren Eisenkern haben. Ein moderner Schaltwandler mit Arbeitsfrequenzen im höheren Kilohertzbereich hat dagegen bei gleicher Ausgangsleistung einen lächerlich kleinen Ferritkerntrafo. Übertragen auf den in Rede stehenden Prozess tritt die Stärke des tatsächlichen magnetischen Flusses ein wenig in den Hintergrund. Weit entscheidender ist die Beurteilung der folgenden 3 Fragen, die ich hier in Analogie zu einem herkömmlichen Schalttransistor darstellen will:

1. Der bedeutendste Faktor ist die Frage, wie hoch ist die “obere Grenzfrequenz”des Systems? Wie oft kann also zwischen “ferromagnetisch leitend” und “ferromagnetisch nichtleitend” pro Sekunde “umgeschalten” werden? Ich denke, dass hierzu die Frage entscheidend sein dürfte, wie klein sich die in der Schrift genannte Hysterese halten lassen wird.

2. Wie gut ist im leitenden Zustand die Leitfähigkeit des magnetischen Schalters und wie gut ist die magnetische Isolationsfähigkeit im nichtleitenden Bereich, analog der Reststrom / Restspannungsproblematik beim Schalttransistor. Beides sind parasitäre Effekte, die zur Wärmeerzeugung und damit zur Potentialbegrenzung beitragen, was aber bei modernen Schalttransistoren bereits sehr gut gelöst ist. Wie kann diese Problematik beim in Rede stehenden Prozess beurteilt werden? Fakt ist, wenn hier nicht nahezu ideale Grenzbedingungen erzeugt werden können, wird auch an so einem “Schalter” sehr viel Verlustwärme frei.

3. Wie schnell lässt sich von ferromagnetisch leitend auf den nichtleitenden Zustand umschalten, bzw. umgekehrt? Der Elektroniker spricht hier von der Flankensteilheit des Schalttransistors. Im Übergangszustand wird nämlich abermals viel Verlustwärme freigesetzt, die das Potential des Prozesses stark begrenzt.

Gibt es bereits Erkenntnisse zu diesen grundsätzlichen Fragen?

MfG

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